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Woher stammt die Linie Kreibaum/Kreibo(h)m
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Woher stammt die Linie Kreibaum/Kreibo(h)m

Name und Ursprungsort der Kreibo(h)ms, Kreybohms, Kreibaums, Kreikbohms, Kreikenbohms

(Eine Ausarbeitung von Kurt Kreibohm.)

Zum Namen

Es gibt in den Kirchenbüchern der letzten vier Jahrhunderte eine Fülle von Varianten des Namens auch innerhalb einer Familien-Linie. Die meisten Menschen waren bis Mitte des 19. Jahrhunderts Analphabeten, so dass die Pastoren bzw. Pfarrer und die Amtsschreiber der Adligen sich auf das Gehör verlassen mussten und entsprechend zu Papier brachten: Krebom, Kreibo(h)m, Kriebohm, Kreybohm,  Kreibaum, Creibaum, Kreikbohm, Kreikenbohm, später kam bei den nach den USA Ausgewanderten die bewusste Angleichung an die englische Aussprache, so dass der Name trotz anderer Schreibweise weiter so klang wie vertraut: Kreighbaum, Creighbaum u.a.m.

Ein ausführliches Buch des damaligen  Dorfpfarrers von Brüggen (Leine), 40 Kilometer südlich von Hannover, Pastor  Karl Greiffenhagen, stellt sehr gründlich  "Die Geschichte des Schlosses und des Dorfes Brüggen a.d.L. in Verbindung mit der kurz skizzierten jeweiligen Landesgeschichte" dar. Es erschien in Osterode am Harz im Jahre 1927. Karl Greiffenhagen führt die ihm durch die Kirchenbücher bekannten Schreibweisen des Namens auf: "Kreybohm,  Kreybaum, Kreibom, Kreikbom, Kreikbohm". Ob auch die „Kreikenbohms“ (mit noch weiteren Schreibvarianten wie Kreikenbaum, Kreykenbohm etc.) dazuzurechnen sind, wird von Greiffenhagen nicht thematisiert. Doch er selbst legt es dem Leser nahe. In einer Anmerkung zur Etymologie  dieses Namen heißt es bei ihm: "Kreibohm = wilder Pflaumenbaum. Denn Krieche, Kreike bezeichnet die schlechte wilde Pflaume." (S. 131)

Bestätigt wird diese Herleitung des Namens in Hans Bahlow, "Deutsches Namenlexikon. Familien- und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt.", Gondrom Verlag Bayreuth, Copyright 1967 by Keysersche Verlagsbuchhandlung GmbH, München (ISBN 3-8112- 0294-4); der Name "Kreibohm" kommt in diesem Werk direkt nicht vor, aber verwandte Namen:

a) "Kreike, Kreke (ndd.), s. Kreeck !Kreikenbom (ndd.) = obd. Kriechbaum "Pflaumenbaum", nach der Wohnstätte. Dazu Kreikmeyer (Westf.)" (S. 294)

b) Kreykenbohm (ndd.) entspricht obd. Kriechbaum "Pflaumenschlehe". (S. 295)

c) Kriech, Kriechl (obd.) = ndd. Kreke "Pflaumenschlehe"; dazu Kriechbaum, ndd. Kreken-, Kreikenbom, nach d. Wohnstätte. W. Krich 1153 Maulbronn, Peter der Kriechbaum 1307 b. Bozen. Vgl. Ulr. Krichenvoit 1422 Franken.  (S. 295)      

d) Kriegbaum s. Kriechbaum !" (S. 295)“

Eine ganz prominente Quelle zur Etymologie ist hierzu auch das Deutsche Wörterbuch der Gebrüder Grimm  (Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. 16 Bde. [in 32 Teilbänden]. Leipzig: S. Hirzel 1854-1960. -- Quellenverzeichnis 1971 ). Dort finden wir folgenden Eintrag:

„KRIECHBAUM, KRIECHENBAUM,  m. prunus insiticia, ahd. chriehpaum, mhd. kriechboum, mnd. krikenbom cinus MONES anz. 4, 242, mnl. creekboem DIEF. n. gl. 91b, franz.  créquier. s. krieche. .... Verknüpfung auf diesen Artikel  KRIECHE, f. ein obstname, mit nebenformen (s. 5) und mehrfacher bedeutung.

1)  schon ahd. nach chriehpaum cinus, carasus GRAFF 3, 120. 4, 592; mhd. krieche prunum, cinum wb. 1, 880b, MEGENBERG spricht öfter davon, er kennt rote, schwarze, weisze (s. PFEIFFERS gloss.); mnd. krike (s. unter kriechbaum), kreke pruina (lies pruna) hor. belg. 7, 29a, nnd. krêke, auch kreike SCHAMBACH 112a, nl. kriek (s. unter 4). auch dän. kräge, schwed. krikon n., franz. crèque, litt. krykle?.

2)  nach der jetzt vorherrschenden bed. bezeichnet es die sog. zahme (eszbare) schlehe, pflaumenschlehe, haferschlehe, haferpflaume, prunum insiticium, auch schweinkrieche, und schon früher mag das meist gemeint sein: krich oder kriech, prinum, cimum, stufarium (diesz sonst spilling). voc. inc. teut. n 7a; krich, cimum. voc. 1482 r 2b; hie leret der maister von zweierlei krichen, weisz und schwarz. ......

3)  aber auch die wilde schlehe, so wenigstens in Aachen krek, schliehkrek (schlehkrieche) prunus spinosa MÜLLER u. WEITZ 127, bei NEMNICH wilde krieke, dän. kreigebär.

4)  ferner von kirschen: von jenem Algewer, der auf dem kirschenbaum kefer (wol maikäfer) für kriechen asz, 'sie hoiszen ja kroichen'. FISCHART Garg. 46a (71 Sch.). bairisch kriechen 'die kriechende vogelkirsche' (dazu kriechenblau, auch kriechelblau, frostblau, von händen u. dgl.) SCHMELLER 2, 379. auch nl. kriek ist vogelkirsche, 'zekere kleine kersse met een lange steel, merise' HALMA 346b, bei KIL. kriecke cerise, swarte, roode, spaensche kriecke von verschiedenen arten. s. schon ahd. 'carasus' (d. i. cerasus) unter 1. vgl. krietschkirsche. ...“

Soweit  die Ergebnisse der Gebrüder Grimm und ihrer Mitarbeiter.  Nicht zutreffend dürfte nach Bahlow die Ableitung des Namens Kreibohm von "Krei oder Krey = Krähe" sein. Es gibt diesen Namen nur in Verbindung mit Kreienbrink, Kreyenbrink, Kreyenkamp, Kreyenberg; dazu Kregenloh (mnd. krege, vgl. Kregenkop 1258 Hbg., Kregenbrink 1499 Barth.) Dazu Kreinacke (Hbg.) "Krähennacken". (S. 294).

Der Brüggener Heimatforscher Torsten Memmert schrieb am 4.10. 1997:

"Folgende Ergebnisse zur Familienforschung haben meine Recherchen erbracht:

1. die Familie Kreibohm (erste Schreibweise "Kreybohm") ist erstmals im 1. Kirchenbuch des Jahres 1644  verzeichnet (vgl. Pfarrarchiv, Kirchenbuch I) und gehört damit zu den ältesten schriftlich nachweisbaren Familien Brüggens. Frühere prosopographische Schriftquellen des Dorfes sind mir nicht bekannt.

2. mit der Verdichtung der Schriftquellenüberlieferung seit dem Dreißigjährigen Krieg tauchen die Kreibohms kontinuierlich in den Quellen des Dorfes auf, so z.B. in den Steuerlisten der Jahre 1645 ff., die ich Ihnen als Tabelle beigefügt habe.

Auszug aus der Brüggener Steuerliste der Jahre 1645 folgende:

Anmerkung RTHL. GL. D. Brüggen RTH. GL.
  6 8 Henni Kriebohm      
wüst 8   Hinrich Kreibohm      
  2 4 Hanß Kreibohm      
wüst 9   Harmen Kreibohm      

3. 1768 überliefert eine Steuerliste, die im Schlossarchiv verwahrt wird, Hans Heinrich Kreibohms Hof, für den
er 6 Groschen, 6 Pfennige Zins und Zehntabgaben an die Lehnsherren von Steinberg  leisten muss.


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