| Gemeinsame Notiz |
Date: 1738 Geschichte Mittelalter Um 1215 erbaute Graf Bernhard von Poppenburg die Burg Spiegelberg und nannte sich seither Graf Bernhard von Spiegelberg . Im Jahr 1226 wurde vom Untergang der Burg Spiegelberg[1] berichtet, als die Edelherren von Homburg aus Stadtoldendor f das Herrschaftsgebiet von Bernhard von Spiegelberg erkämpften und es als Vogtei mit ihrer Herrschaft Homburg vereine n konnten. Bernhard musste auf Befehl des Kaisers außer Landes gehen. Oberhalb des heutigen Dorfes Lauenstein errichtet en die Homburger wahrscheinlich im 13. Jahrhundert die Burg Lauenstein als das neue ?Castrum Lewenstein?. Als solches w urde es erstmals im Jahr 1247 urkundlich erwähnt, als Heinrich von Homburg die Burg dem Welfenherzog Otto das Kind über trug und sie als Lehen zurück erhielt. Kurz darauf siedelten Einwohner aus später wüst gefallenen Dörfern im Schutz de r Burg. Im Jahr 1359 wurde das homburgische Amt Lauenstein mit 40 Ortschaften im Gebiet zwischen Ith, Hils und Leine erstmals u rkundlich genannt. Der letzte Nachkomme der Homburger starb 1409 und vererbte die Burg an die welfischen Herzöge von Br aunschweig-Lüneburg. Die inzwischen nach Coppenbrügge zurückgekehrten Spiegelberger wollten ihre ehemaligen Besitzunge n wieder zurückholen. Bei den Fehden wurde Wallensen, ein Ortsteil von Salzhemmendorf, vollständig zerstört. Im Jahr 1430 wurde der Flecken Lauenstein erstmals urkundlich genannt. Die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg verpfändet en 1433 wegen finanzieller Schwierigkeiten die Burg Lauenstein an das Bistum Hildesheim, das es in der Folge an die Brü der von Cramm im Jahr 1434, Ludolf von Ruscheplate im Jahr 1445, die Gebrüder Bock von Nordholz im Jahr 1456, Bartold v on Oberg und die Ritter Gebrüder vom Rutenberge im Jahr 1495, Heinrich von Saldern im Jahr 1497 und Burchard von Salder n im Jahr 1515 afterverlehnte. Neuzeit Die Herzöge von Braunschweig-Lüneburg eroberten 1521 Lauenstein zurück und setzten Burchard von Saldern wieder als Herr n auf Lauenstein ein. Im Jahr 1550, nach dem Tod seines Vaters, übernahm Heinrich von Saldern Lauenstein. Dieser entzwe ite sich 1587 mit den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg. Daraufhin wurde er seiner Ämter enthoben und vertrieben. In d er Folge wurden Amtmänner als Verwalter auf der Burg Lauenstein eingesetzt. 1590 wurde Lauenstein durch Herzog Heinric h Julius das Marktrecht verliehen. Nachdem die Burg Lauenstein als Folge des Dreißigjährigen Krieges zerstört wurde, wurde der Amtssitz 1709 vorübergehen d auf die Domäne Eggersen verlegt. 1716 kam Christian Eberhard Niemeyer nach Lauenstein, wo er über 50 Jahre als Amtman n tätig war[2]. Am 20. Oktober 1730 brannte der Ort durch Fahrlässigkeit eines Bäckers nieder. Der Wiederaufbau, unte r Verwendung von Steinen aus der oberhalb gelegenen Burg Lauenstein, dauerte drei Jahre. Im Jahr 1737 kaufte Amtmann Ni emeyer das Gelände der Vorburg, die Knabenburg, und betrieb dort bis 1850 Landwirtschaft. Anfang des 19. Jahrhunderts w urde die verfallende Burg Lauenstein abgebrochen. Im Jahr 1852 erhielt Lauenstein ein Amtsgericht. Wappen Im gespaltenen Schild links die verschlungenen goldenen Buchstaben L und S auf blauem Grund, rechts eine halbe golden e Wappenlilie auf rotem Grund sowie rechts und links oben und in der Mitte unten je einen goldenen Stern. Die Buchstabe n L und S bedeuten Lauenstein. Die Brüder von Cramm, die 1434?1445 Herren der Burg Lauenstein waren, trugen eine Lili e im Wappen. Das halbierte Wappenbild weist wahrscheinlich darauf hin, dass die Lauensteiner zwar Untertanen der Burghe rren waren, der Flecken aber eine eigene Verwaltung (Bürgermeister und Rat) errungen hatte. Die drei Sterne sollen unte r Herzog Erich I. von Calenberg (1495?1540) dazugekommen sein, der als Dank des Kaisers für eine Lebensrettung einen St ern über seinem Wappen anbringen durfte. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Burg Lauenstein wegen zunehmenden Verfalls abgerissen. Heute ist sie eine Burgrui ne. Die St. Annen-Kapelle ist eines der ältesten Gotteshäuser im Kreisgebiet, heute ist sie eine Friedhofskapelle. Der Tur m wurde um 1126 und das erste Schiff um 1162 erbaut. Die Errichtung des Choranbaus erfolgte im Jahr 1464. Über dem Maßw erk des Chorfensters gibt es eine Inschrift in gotischen Kleinbuchstaben. Die Kapelle verfügt über einen Altar mit eine m ehemaligen Reliquiengrab und Weihekreuzen. Eine alte Piscina befindet sich in der Ostwand. Ehemals gab es zwei Empore n, die im Rahmen einer Renovierung im Jahr 1954 entfernt wurden. In dem mit Steinplatten aus dem Solling bedeckten Kirc hturm befindet sich die Glocke Madonna vom Spiegelberg von 1695.[3] Der Ithturm bietet eine Aussicht über die Region. Des Weiteren gibt es in Lauenstein ein Naturerlebnisbad. Wirtschaft Neben der Landwirtschaft wurde ab 1780 in Heimarbeit Wolle für die Hamelner Weberei gesponnen. Zahlreiche Bewohner arbe iteten bei der von Otto Kreibaum gegründeten Fertighausgruppe OKAL, die ihren Stammsitz und das Werk für Niedersachse n bis 2005 in Lauenstein hatte. Hier existiert ein Musterhausgelände. Die historische St. Nikolai-Kirche an der Straße Im Flecken gehört zum evangelisch-lutherischen Gemeindeverband Saaleta l. Der Gemeindeverband betreibt auch die Kindertagesstätte Villa Kreibaum an der Mühlenstraße. Die katholische St. Benedikt-Kirche wurde 1961 am Dahlienweg errichtet, nach dem sich in der Nachkriegszeit eine kathol ische Kirchengemeinde in Lauenstein gebildet hatte. 1968 bekam sie eine inzwischen profanierte Filialkirche in Coppenbr ügge. Seit 2006 gehört die katholische Kirche in Lauenstein zur Pfarrgemeinde St. Joseph in Gronau. Auf dem Friedhof an der Straße nach Hemmendorf befindet sich die St. Annen-Kapelle, auch Spiegelberger Kapelle genann t (siehe Sehenswertes). Ernst Rudorff (1840-1916), Komponist, Musikpädagoge und Naturschützer in Lauenstein Quellen ? Margret Zimmermann, Hans Kensche: Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land. 1. Auflage. Hildesheim: Lax, 1998, ISB N 3-8269-6280-X, S. 95. Weblinks |
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